Diagnose

Diagnostik der schlafbezogenen Atmungsstörung 

  1. Anamnese
  2. Klinische Untersuchung
  3. Ambulantes Screening
  4. Untersuchung im Schlaflabor

 1. Der erste Hinweis auf eine mit Schnarchen verbundene Atmungsstörung kommt häufig von einer dritten Person, die von teilweise sehr lauten Schnarchgeräuschen gestört wird. Ein Fragebogen kann den Verdacht auf eine ernst zu nehmende Erkrankung erhärten

 

2. Sie Sollten Ihren Arzt aufsuchen, der Sie ggf. an einen Spezialisten weiter überweisen kann (Internist, Pneumologe, Hals-Nasen-Ohrenarzt, Neurologe).

 

3. Ein Hals-Nasen-Ohrenarzt oder Lungenfacharzt kann eine weitergehende Diagnostik Ihrer Schlafstörung durchführen. Dies ist in der Regel ambulant möglich (Polygraphie).

 

4. Erst wenn der Verdacht auf eine schwee Schlafapnoe besteht, ist eine stationäre Diagnostik in einem Schlaflabor durch einen Schlafmediziner notwendig.

 

Ein wichtiges Ziel der Diagnostik ist es, das "harmlose Schnarchen" von dem "krankmachenden Schnarchen" zu unterscheiden.

 

Der Schweregrad der Atmungsstörung wird mit dem Apnoe/Hypopnoe-Indes (AHI) bewertet:

Kein Anhalt für obstruktives Schnarchen: < 5 Apnoe/Hypopnoen pro/h

Leichtgradig: 5-15 Apnoen/Hypopnoen pro/h

Mittelgradig: 15-30 Apnoen/Hypopnoen pro/h

Schwergradig: über 30 Apnoen/Hypopneon pro/h

 

Bei harmlosem Schnarchen treten weniger als 5 Apnoen/Hypopnoen pro Stunde auf (AHI < 5/h). Das Schnarchen ist zwar störend für den Partner, hat aber in diesem Stadium keine gesundheitsschädigende Wirkung.

 

Trotzdem muss Schnarchen schon als ein Risikofaktor angesehen werden, da im Laufe der Jahre eine zunehmende Tendenz zur Verschlechterung der Atemstörung besteht.

 

Bei mehr als 5 Atemstillständen von über 10 Sekunden (AHI 5-15/h) sprechen die Schlafmediziner von einer leichten obstruktiven Schlafapnoe. Die häufigsten Folgen der Atemstörung sind eine Belastung des Herz-Kreislauf-Systems und eine Beeinträchtigung der Schlafqualität, die sich in einer zunehmenden Tagesmüdigkeit bemerkbar macht.

 

Je nach Schweregrad der Schlafstörung wird Ihnen der Schlafmediziner einen individuellen Therapievorschlag unterbreiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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